Agile Teal Organisationsmethoden: Holakratie, SKM und Soziokratie 3.0 im Vergleich

S3 Trainer Arne Bollinger erklärt die groben Unterschiede zwischen den neuesten Methoden für effektive Selbst-Organisation in Unternehmen und Gemeinschaften.

S3 Trainer Arne Bollinger erklärt die groben Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den neuesten Methoden für effektive Selbst-Organisation in Unternehmen und Gemeinschaften: Soziokratie, Holakratie und Soziokratie 3.0. S3 ist allerdings im Vergleich zu seinen beiden Vorgängern keine Methode mehr, sondern ein agiler Methodenkoffer, der sich auf die unterschiedlichen Gegebenheiten und Bedürfnisse der Organisation anpasst.

Mehr Infos zu den Ansätzen (englisch):
Soziokratische Kreismethode (Klassische Soziokratie) | Holakratie | Soziokratie 3.0

Hier gibt es einen detailierteren Vergleich auf Deutsch und hier auf Englisch

Kamera & Schnitt: Stefan Marks | http://ffch.net
Animationen: Arne Bollinger
Bilder: Bernhard Bockelbrink

2 thoughts on “Agile Teal Organisationsmethoden: Holakratie, SKM und Soziokratie 3.0 im Vergleich

  • Eine im Großen und Ganzen eine sehr gelungene Zusammenstellung der Gemeinsamkeiten und auch der Unterschiede zwischen diversen Abwandlungen der ursprünglichen SKM – Soziokratischen KreisorganisationsMethode von Gerard Endenburg. Mit nur wenigen kleinen Unrichtigkeiten, die ich seitens TSG – The Sociocracy Group, weiter unten richtigstellen will. TSG ist eine soziokratisch organisierte Gruppe von Organisationen, die sich in der TSG-Stiftung von Gerard Endenburg, der SKM-Quelle, zusammengeschlossen haben. Wir als Soziokratie Zentrum Österreich sind seit 2013 Teil davon und erleben dort wie die Soziokratie wirklich gelebt wird, sich durch das eingebaute Feedback weiterentwickelt und sich in der Gesellschaft immer mehr ausbreitet. Die Soziokratie leben wir in TSG mit allen Herausforderungen für alle Mitglieder, die sich dazu entschlossen haben, ihre Grundsätze gemeinsam zu entscheiden, ohne jemanden zu übergehen.

    Wir bilden zertifizierte Soziokratie-BeraterInnen aus, weil die Änderung der Haltung in Richtung einer gemeinsamen Entscheidungskultur dem Individuum in einer bestehenden Organisation und ganz generell in einem bestehenden Gesellschaftskonzept viel abverlangt. Unsere BeraterInnen machen in 2 – 4 Jahren ausreichend Selbsterfahrung mit der Gleichwertigkeit bei der Beschlussfassung in einer soziokratischen Kreisstruktur und haben mindesten zwei Organisationen unter Supervision bei diesem Change-Prozess begleitet. Im ganz eigenen Entwicklungsprozess findet ein angehender CSE – Certified Sociocratic Expert für sich den eigenen Weg mit der „leeren Methode“. Die „leere Methode“ mit ihren vier Basisprinzipien zur Herstellung echter Gleichwertigkeit, sowie die vielen hilfreichen Applikationen für das Arbeiten im Kreis (siehe das Buch „SOZIOKRATIE Das Ende der Streitgesellschaft“), werden von jedem/jeder zertifizierten BeraterIn zuerst in der Tiefe verstanden, bevor sie damit ihre eigene Ausprägung findet und Organisationen berät. Ein CSE – Certified Sociocratic Expert kann und soll auch Elemente von S30 in sein Angebot aufnehmen oder Holacracy-Teile, was sich nicht ausschließt. Es hat sich auch gezeigt, dass viele angebliche Unterschiede allein durch die unterschiedlichen Ausdrücke als „Unterschiede“ kommuniziert wurden. Das Wording in S30 und Holacracy stammt großteils von dem TSG-Leiter John Buck (SKM nach Endenburg), bei dem sowohl Brian Robertson (Holacracy) als auch James Priest (S30) die SKM gelernt haben. Als Beispiel der Satz: „Good enough for now and safe enough to try,“ stammt von John Buck, TSG.

    Korrigieren will ich in der Darstellung von Arne Bollinger dass wir uns nicht jedes Jahr, sondern alle 3 Jahre mithilfe eines kurzen Re-Zertifizierungsberichtes vergewissern wollen, dass eine zertifizierte Soziokratie BeraterIn sich auch persönlich und fachlich weiterentwickelt hat. Wir arbeiten als SKM-BeraterInnen in soziokratischen Teams zusammen, denn man sollte nicht „Wein predigen und Wasser trinken“. Und wir vermitteln an keiner Stelle, dass die SKM komplett eingeführt werden MUSS, sondern weisen immer darauf hin, dass sich die Gleichwertigkeit aus unserer Erfahrung bald wieder verabschiedet, also nicht nachhaltig bestehen bleibt, wenn die Soziokratische KreisorganisationsMethode nur halbherzig oder unprofessionell umgesetzt wurde.

    • Danke Barbara für die Richtigstellung und die Aufklärung über die Details!
      Da ich mit euch nicht so viel zu tun habe, sind wohl ein paar Missverständnisse im Video gelandet, leider war das eine spontane Aktion aus dem Stehgreif und ich hatte nicht wirklich Zeit zu recherchieren und mir alle Informationen von den aktuellen Vertretern der einzelnen Methoden einzuholen. Um so toller, dass du dich hier meldest!
      Ich würde die Informationen gerne in den Artikel einbinden und mich zumindest dort korrigieren. Das Video nochmal zu drehen wäre zu viel Aufwand, das mache ich dann vielleicht einfach wenn ich das nächste produziere!
      Mit SEOC gab es auch den Versuch eine soziokratische S3 Gemeinschaft zu gründen und Qualifizierungsrichtlinien und Prozesse auszuarbeiten. Wir starten gerade einen zweiten Anlauf. Ich teile übrigens eure Ansichten und versuche Qualitätssicherung and Management in der S3 Bewegung zu verankern. Vielleicht kann ich mir irgendwann nochmal eine Zertifizierung bei euch leisten, die Beraterkriterien erfülle ich ja schon. Vorher habe ich mich auch nicht getraut das offiziell zu vermitteln.

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